Fürbitten
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2011/12/31: Fürbitten zum 31. Dezember 2011; Silvester
Silvester
Wir danken dir dafür,
dass du auch in diesem Jahr
die ganze Welt und unser Leben in deiner Hand gehalten hast.
Wir danken dir für alle Menschen, die du in dieser Zeit berufen
und stark gemacht hast,
dafür dass dein Wille geschehen konnte auf Erden:
für die Anwälte jener Gerechtigkeit,
im Großen wie im Kleinen,
die vor dir bestehen kann,
für die Hüter und Hüterinnen des Friedens,
die Mut und Glauben hatten, zu wirken
ohne die Macht und den trügerischen Schutz der Waffen,
für alle Frauen und Männer,
die dem Mammon in uns und dem Mammon um uns
entgegen getreten sind,
um deine Schöpfung zu bewahren.
Vergib uns Taten und Tatenlosigkeit,
bei denen wir mit Menschen und den Gütern der Schöpfung umgegangen sind,
als wären sie nicht dein.
Wir danken dir für die Tage und die Situationen
der Freude oder der Bewährung, in denen wir gewiss sein konnten,
dass unser Lebensjahr 2011 ein "Jahr des Herrn" gewesen ist.
Neujahr 2012
Jahreslosung 2012 "Christus spricht:
"Meine Kraft ist in den Schwachen
mächtig"
Am Anfang dieses Jahres
müssen wir uns nicht verstecken vor dir,
denn deine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Wir danken dir dafür,
dass du zum Besten der Stadt und der Schöpfung,
zum Wohl unserer Nächsten, nah und fern
niemand anderen bestimmt hast
als uns,
arm an Glauben, arm an Treue, arm an Hoffnung,
schwach.
Wir danken dir für Jesus,
dessen Stimme zu jeder Zeit
und auch in diesem Jahr
Schwache mit deiner Kraft erfüllt,
so dass die Spuren der Hoffnung
auf Liebe und Gerechtigkeit unübersehbar bleiben
und mit ihnen der Weg,
der zur Umkehr und zum Leben führt.
Gib uns ein Ohr, ein Auge, ein Herz,
die in diesem Jahr den Auftrag erkennen,
mit dem du niemand anderen meinst, als uns,
so schwach,
dass deine Kraft dabei leuchten kann.
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2011/12/25: Fürbitten zum 25./26. Dezember 2011; Weihnachten
Nach den Geschenken
Nach allem Kaufen und Beschenken
Und auch nach manchem Streit
lass uns Frieden finden
in unseren Häusern,
im Licht der Krippe und im Lied der Engel;
lass es zu hören und zu spüren sein
in unseren Familien und Häusern,
zwischen Partnern in ihrer Lebensgemeinschaft,
zwischen Eltern und Kindern,
zwischen Nachbarn und Freunden,
damit wir dein Geschenk an uns
sehen in den Menschen an unserer Seite
und der Gemeinschaft, die uns am Leben hält,
und der Frieden, der von Bethlehems Feldern
sich ausbreitet in alle Welt,
auch uns erreicht,
und das neue Leben beginnen kann,
durch die Kraft jener Liebe,
die seit der Geburt dieses Kindes
regiert, verborgen, aber für immer da.
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2011/12/24: Fürbitten zum 24. Dezember 2011; Heiligabend
Opfer der Flut auf den Philippinen
Wir bitten für die allzu Vielen auf den Philippinen
die in diesen Tagen alles verloren haben,
getroffen durch die Fluten, denen nichts widersteht,
die Häuser und Felder zerstören und Menschenleben auslöschen,
ohne Unterschied, Männer, Frauen, Kinder, Alte;
wir bitten für die Verzweifelten und Hilflosen,
dass sie Trost finden bei Menschen, die sie aufnehmen,
dass sie auch materielle Hilfe finden und nicht allein bleiben.
Wir bitten aber auch für die Regierenden,
damit sie den Schutz der Menschen in ihrem Land
so wichtig nehmen wie die Gewinne aus dem Raub an der Natur,
dass alle gerade in diesen Zeiten das Lied der Engel
hören können und in ihren Herzen bewegen,
dass Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen
ausgehen von dem Kind in der Krippe,
das selbst auch keine Herberge fand.
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2011/12/18: Fürbitten zum 18. Dezember 2011; 4. Adventsonntag
Weihnachtszeit in Krieg, Bürgerkrieg und täglicher Lebensgefahr
Erfüllt von der Vorfreude auf die Weihnachtsbotschaft
bitten wir für unsere Glaubensgeschwister,
die Weihnachten erleben müssen
inmitten von Krieg, Bürgerkrieg und Flucht,
in täglicher Angst und Ungewissheit
und für alle ihre Landsleute.
Wir danken dir dafür, dass du zuallererst die Kinder der Armen
beschenken willst mit dem Frieden auf Erden,
der das Leben gedeihen lässt.
Wir danken dir dafür, dass die Stimme Jesu nicht verstummt,
die in uns den tätigen Glauben wecken kann,
damit dein Wille geschieht auf Erden.
Jenseits der Trugbilder, die uns umgeben
bitten wir deshalb um eine Heilige Nacht,
die Menschen zu Friedensboten macht:
in Syrien, Ägypten, Palästina,
im Irak, in Afghanistan und Pakistan,
in Nigeria, im Kongo und Somalia,
in Kolumbien, in Mexiko, in Brasilien,
und an den bösen Orten,
die nicht gut werden,
wenn sie aus den Schlagzeilen verschwinden.
Denn mit jedem Menschen der sich aufmacht,
um dem Frieden zu dienen,
machst du uns allen ein Weihnachtsgeschenk
von unvergänglichem Wert.
Drohende weitere Hungersnot in der Sahelregion, in Niger
Wir danken dir dafür,
dass du uns in unserer Zeit zu Mitwissenden machst,
was den Lebenskampf unserer fernen Nächsten angeht,
so dass Fürsprache und rechtzeitige Hilfe möglich werden.
Führe deshalb alle zusammen, die im afrikanischen Niger
noch den Ausbruch einer großen Hungersnot verhindern können:
Regierende, die Partnerorganisationen unserer Kirche und Hilfsorganisationen,
die Netzwerke der weltweiten Nahrungsmittelhilfe
und alle Menschen guten Willens.
Vor allem bitten wir um Lebensmut und Klugheit
für die Bäuerinnen und Bauern am Rande der wachsenden Wüste,
damit sie der notleidenden Erde soviel Brot abgewinnen können,
wie nur möglich,
obwohl die Torheit von uns allen
dem beklemmenden Klimawandel den Weg bereitet.
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2011/12/11: Fürbitten zum 11. Dezember 2011; 3. Adventsonntag
Weltklimagipfel in Durban
Nach dem Weltklimagipfel in Durban
bitten wir dich heute besonders für alle Menschen,
die unter harten klimatischen Bedingungen leiden und sterben.
Hilf uns, solidarisch mit ihnen zu sein.Stärke weltweit Aufmerksamkeit und Anteilnahme
für die Nöte der Hungernden und Dürstenden,
in todbringender Dürre
in niederreißenden Überschwemmungen
und überall dort, wo Lebensräume zerstört sind.Lass uns Wege finden,
mit den globalen Herausforderungen umzugehen
und auch bei Rückschlägen nicht aufzugeben.
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2011/12/04: Fürbitten zum 04. Dezember 2011; 2. Adventsonntag
UN-Klima-Konferenz in Durban, Südafrika
Sei der Ratgeber der Ratlosen
und der Mutmacher der Mutlosen
bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen
im südafrikanischen Durban,
damit die Völker eine der letzten Chancen,
den von Menschen gemachten Klimawandel abzumildern,
nicht völlig ungenutzt verstreichen lassen.
Schaffe denen einen Stimme,
die in Durban keine Stimme haben,
obwohl sie längst Opfer des Klimawandels geworden sind:
Millionen in Afrika, die Weiden und Äcker verloren haben
und Jahr für Jahr verlieren,
Mitmenschen ohne Dach und Einkommen,
nachdem Stürme und Fluten ihnen alles genommen haben.
Zuletzt und zuerst bitten wir für uns selbst:
schenke uns den Glauben, auf Jesus zu hören,
damit wir keine kleinen oder großen Schätze sammeln auf Erden,
sondern uns mit dem begnügen, was wir zum Leben brauchen,
damit wieder wachsen kann, was in unserer Zeit wachsen muss:
Einsicht und Achtung vor den Geboten und Grenzen der Schöpfung,
dem Werk deiner Hände.
