Fürbitten
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2008/12/29: Fürbitten zum 1. Januar 2009
Krieg zwischen Israel und der Hamas
Du selbst wohnst in den Häusern unserer Mitmenschen,
die dem neuen Krieg
zwischen der Hamas-Organisation und dem Staat Israel
schutzlos ausgeliefert sind:unter der zusammen gepferchten Zivilbevölkerung des Gazastreifens,
und bei den israelischen Familien, die in der Reichweite
des terrorisierenden Raketenbeschusses leben.Erinnere jüdische und muslimische Führer
an die Pflicht zum Frieden und zur Gerechtigkeit,
die Teil ihres Glaubensbekenntnisses sind,damit wenigstens die Kriegshandlungen ein Ende finden,
damit die Saat des Hasses nicht unausrottbar
in den Herzen der Menschen
und ihrer Kinder Wurzeln schlägt.Wir bitten um Mut und Leben rettenden Einfallsreichtum
für die Frauen und Männer,
die mit fast leeren Händen den Opfern der Luftangriffe
zu helfen versuchen.Stärke das Band, das die palästinensischen Christinnen und Christen verbindet
mit Jesus, ihrem Landsmann,damit sie ihrem bedrängten Volk
und zugleich dem Frieden Christi zu dienen vermögen. -
2008/12/18: Fürbitten zum 28. Dezember 2008, Sonntag nach Weihnachten
Überlieferung vom „Kindermord zu Bethlehem“ - heute
Menschliche Trostworte erreichen sie auch heute nicht:
die verzweifelten Mütter, deren Kinder
der Willkür, dem Machtwahn,
den Ängsten, der Gleichgültigkeit der Mächtigen
zum Opfer fallen.
Leite sie durch die Nacht,
die ihre Seelen gefangen hält.
Lass sie Kraft zum Weiterleben schöpfen
aus der Erfahrung,
dass der Mord an ihren Kindern
nicht vergessen, nicht vertuscht
und nicht ungesühnt bleibt.
Verbünde dich deshalb mit denen,
die die politischen Kindermorde unserer Zeit
aufzudecken und zu überwinden versuchen,
in Menschenrechtsorganisationen, Medien,
im weltweiten Netzwerk der Friedens- und Gerechtigkeitsarbeit,
in den nationalen und internationalen Organen der Justiz,
und stelle unsere Kirche ihnen allen zur Seite,
damit wir dem erklärten Willen Jesu folgen. -
2008/12/18: Fürbitten zum 25./26. Dezember 2008, Weihnachten
1. und 2. Weihnachtstag
Schenke der Menschheit
und den Kirchen in aller Welt
viele Frauen und Männer,
viele Junge und Alte,
die den Hirten ähnlich sind:
fähig, trotz der Mühen und Lasten ihres Lebens
die Furcht vor deiner Nähe zu überwinden,
deine Verheißungen zu hören
und ihnen zu vertrauen.
Gib uns Augen für die weihnachtlichen Orte
in unserer Zeit,
an denen wir deine Geschichte mit uns sehen können,
die bis heute kein Ende hat.
Mache auch in unseren Herzen
die Freude zur Antriebskraft
auf den Wegen zu unseren Mitmenschen
und für das Streben nach Gerechtigkeit, Frieden
und der Bewahrung der Schöpfung. -
2008/12/18: Fürbitten zum 24. Dezember 2008, Heiligabend
Sie legte ihn in eine Krippe...
Um eine Krippe bitten wir
für die Mütter und Väter, deren Los
in dieser Nacht und in allen anderen Nächten
dem der Maria und des Josef gleicht:
Schwangere und Gebärende,
mit und ohne Männer an ihrer Seite,
von Kriegen und Bürgerkriegen in die Flucht getrieben,
heimatlos durch Landraub oder Umweltkatastrophen,
entwurzelt durch wirtschaftliche Gewalttaten,
ohne Obdach, aus welchem Grund auch immer:
lass sie alle einen Ort finden,
an dem das Leben weiter gehen,
ein Ort, an dem es neu beginnen kann,
weil deine Zusagen und Zeichen dort Menschenherzen erreichen,
weil dein Licht aufleuchtet in der Finsternis. -
2008/12/18: Fürbitten zum 21. Dezember 2008, 4. Advent
Nach dem Klima-Gipfel der EU
Wir bitten um erneuerte Hoffnung
aus deinen Quellen,
für alle Menschen, die bitter enttäuscht sind
von den Kompromissen des Klimagipfels der europäischen Union,
weil sie die Möglichkeit schwinden sehen,
die Folgen des Klimawandels auf ein Maß zu begrenzen,
das die Menschheit ertragen kann;
weil sie erkennen, dass die großen Probleme der Gegenwart
ungleich mehr Beachtung finden,
als die Erfordernisse des Überlebens der Schöpfung und unserer Kinder;
weil die Völker und die Regierenden im Süden der Welt
immer weniger Grund haben,
auf Einsicht und Rücksicht der Wohlhabenden zu bauen.
Du allein kannst uns davor bewahren
zu erstarren und zu resignieren.
Erneuere deshalb unsere Verbindung mit Jesus,
der uns anleitet,
die Herausforderungen des heutigen Tages anzunehmen
und unser Herz nicht ersticken zu lassen
von der Sorge um die Zukunft. -
2008/12/11: Fürbitten zum 14. Dezember 2008, 3. Advent
Cholera-Epidemie in Zimbabwe
Sei Helfer und Beistand für alle,
die in diesen Tagen mit nahezu leeren Händen
den Opfern der Cholera-Epidemie in Zimbabwe zu helfen versuchen:
für die Mütter, die um das Leben ihrer Kinder kämpfen;
für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des zusammengebrochenen Gesundheitssystems,
die ohne sauberes Wasser und Medikamente
der Ausbreitung der Seuche beinahe ohnmächtig zusehen müssen;
für die Menschen, die ihre kranken Angehörigen in verzweifelter Hoffnung
ins benachbarte Ausland transportieren;
für die Kranken selbst, die, auf einer Pritsche oder dem nackten Erdboden liegend
ihre letzten Kräfte mobilisieren.
Komme ihnen allen zu Hilfe
durch Menschen, die das Menschenmögliche tun,
so wie der Barmherzige Samariter,
aber auch durch eine politische Ordnung,
die die Rückkehr zur Herrschaft des Rechtes
und zur Sorge des Staates
für die Grundbedürfnisse der Menschen einleitet. -
2008/12/04: Fürbitten zum 7. Dezember 2008, 2. Advent
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 60 Jahre alt, 10. Dezember
Wir danken dir dafür,
dass die Erklärung der Menschenrechte binnen zweier Generationen
zu einem Instrument des Völkerrechtes geworden ist,
auf das einfache Menschen in allen Ländern
zu Recht ihre Hoffnung setzen.
Wir danken dir für Mut, Beharrlichkeit und Klugheit aller,
die die proklamierten Menschenrechte für sich
und für entrechtete Mitmenschen eingefordert
und so den Buchstaben der Konventionen mit Leben erfüllt haben.
Bewahre die Namen derer im Gedächtnis der Völker,
die als Verteidigerinnen und Verteidiger der Menschenrechte
ihr Leben gelassen haben.
Wir danken dir für die schrittweise Entfaltung
des Konzeptes der Menschenrechte
in alle Bereiche menschlichen Lebens,
von den Bürgerlichen und Politischen Rechten
zu den Wirtschaftlichen, Sozialen und Kulturellen Menschenrechten,
sodass auch die Armen auf ihr Menschenrecht vertrauen können.
Wir danken dir auch dafür,
dass viele Christinnen und Christen ihren Platz
in der weltweiten Menschenrechtsarbeit gefunden haben,
weil wir wissen, dass dein gutes Recht
die Quelle ist für alles menschliche Recht,
das die Armen und die Gefangenen befreit
und unsere Gemeinschaften gedeihen lässt.
